Gemeinsam verschieden – und doch Hand in Hand
Für uns bedeutet Inklusion weit mehr als die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Es ist eine Haltung, die wir jeden Tag leben: Jedes Kind ist willkommen, jede Persönlichkeit wird gesehen, jeder darf so sein, wie er ist. Vielfalt betrachten wir nicht als Herausforderung, sondern als großen Schatz, der die Gruppe bereichert und das Zusammenleben stärkt.
Kinder entwickeln sich unterschiedlich – manche sprechen früh, andere brauchen mehr Zeit. Manche sind sehr aktiv, andere eher vorsichtig. Manche lernen spielerisch, andere beobachten zunächst. In unserer Arbeit gibt es kein „richtig“ oder „falsch“, nur individuelle Wege, die wir begleiten. Wir gestalten unseren Alltag so, dass alle Kinder teilhaben können, sei es durch angepasste Materialien, flexible Abläufe oder durch unterstützte Kommunikation.
Wir möchten den Kindern vermitteln:
„Du bist hier richtig.“
„Du bist wichtig.“
„Du darfst so sein, wie du bist.“
Unser Leitsatz:
„Gemeinsam verschieden – und doch Hand in Hand.“
Durch unsere Haltung erleben Kinder früh, dass Unterschiede nicht trennen, sondern verbinden, dass Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Mitgefühl die Grundlage für ein gutes Miteinander sind. Inklusion ist für uns nicht nur ein pädagogisches Ziel, sondern die Basis all unserer Arbeit.
Kinder entdecken die Welt – individuell, spielerisch, alltagsnah
Kinder lernen von Geburt an. Sie erforschen neugierig ihre Umgebung, beobachten, probieren aus und entwickeln so Schritt für Schritt ihre Persönlichkeit. Unsere Aufgabe ist es, diese natürliche Neugier zu begleiten, zu fördern und zu schützen.
Frühkindliche Bildung bedeutet für uns nicht, Kinder auf ein vorgegebenes Ziel zu „trimmen“, sondern ihnen Raum für eigene Entdeckungen zu geben. Jedes Kind soll selbstwirksam handeln können, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln und Freude am Lernen erfahren. Dabei orientieren wir uns an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder, nicht an starren Lehrplänen.
In unserem Alltag lernen Kinder durch Spiel, Bewegung, Kommunikation und soziale Interaktion. Ob beim Malen, Bauen, Forschen in der Natur oder beim Rollenspiel – alles ist eine Form von Lernen. Wir beobachten aufmerksam, greifen Themen der Kinder auf und entwickeln Angebote, die jedes Kind genau dort abholen, wo es steht.
So erleben Kinder:
„Ich darf neugierig sein.“
„Ich darf Fehler machen und daraus lernen.“
„Ich kann neue Dinge ausprobieren – und werde dabei unterstützt.“
Für uns ist Frühkindliche Bildung Hand in Hand gehen mit dem Kind – Schritt für Schritt, spielerisch und mit viel Liebe und Geduld.
Kommunikation auf allen Ebenen ermöglichen
Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Sie eröffnet Kindern die Möglichkeit, sich mitzuteilen, ihre Bedürfnisse zu äußern und Beziehungen zu gestalten. Doch Kinder finden diesen Schlüssel auf ganz unterschiedliche Weise: Manche sprechen früh, andere nutzen Gesten, Mimik, Laute oder Bilder.
Wir begegnen jeder Form von Kommunikation mit Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Geduld. Jedes Kind wird verstanden – egal, wie es sich ausdrückt. Wir fördern Sprache nicht isoliert, sondern in den alltäglichen Situationen: beim Anziehen, Essen, Spielen oder gemeinsamen Aktivitäten. So wird Sprache lebendig und unmittelbar erfahrbar.
Wir nutzen:
So erleben Kinder früh:
„Ich werde verstanden – egal wie ich mich ausdrücke.“
„Meine Stimme zählt.“
„Ich kann mitgestalten.“
Den eigenen Körper erleben und Vertrauen gewinnen
Bewegung ist ein Grundbedürfnis von Kindern und entscheidend für körperliche, emotionale und soziale Entwicklung. Sie lernen, ihren Körper wahrzunehmen, sich einzuschätzen und Herausforderungen zu meistern.
Wir gestalten Bewegungsangebote so, dass alle Kinder mitmachen können, unabhängig von motorischen Fähigkeiten. Ob beim Klettern, Balancieren, Buddeln oder beim feinmotorischen Malen – jedes Kind wird dort abgeholt, wo es steht, und erlebt Erfolg und Selbstvertrauen auf seine eigene Weise.
Draußen entdecken Kinder:
Drinnen fördern wir:
So erleben Kinder:
„Ich kann Herausforderungen meistern.“
„Ich bin stark – auf meine Art.“
„Ich darf spielen, mich bewegen und wachsen.“
Bewegung bei uns bedeutet nicht Wettbewerb, sondern Selbstwirksamkeit, Freude und Gemeinschaft.
Anders sein ist normal
Kinder kommen unvoreingenommen auf die Welt. Sie nehmen Unterschiede wahr, bewerten sie aber nicht. Genau hier setzen wir an: Wir möchten, dass Kinder Vielfalt als Bereicherung erleben – in Sprache, Fähigkeiten, Äußerlichkeiten, Familienformen oder Ausdrucksweisen.
Wir machen Vielfalt sichtbar:
Fragen der Kinder nehmen wir ernst und beantworten sie kindgerecht, ehrlich und wertschätzend. So lernen Kinder, dass Unterschiede normal und wertvoll sind, dass Mitgefühl und Rücksichtnahme zur Gemeinschaft gehören und dass jeder Mensch Respekt verdient.
Rollenbilder werden bei uns bewusst aufgebrochen: Kinder können alles ausprobieren – Jungen kochen, Mädchen bauen Türme, alle dürfen sich verkleiden. So erleben sie: Alles darf sein, jeder kann alles sein.
Unser Ziel: Kinder, die früh lernen, Unterschiede als Bereicherung zu sehen, entwickeln starke soziale Kompetenz und Empathie.
Sicherheit, Vertrauen und Schritt für Schritt
Der Start in der Kindertagespflege ist für Kinder und Eltern ein großer Übergang. Neue Räume, neue Menschen, neue Abläufe – das braucht Zeit, Nähe und Sicherheit.
Wir arbeiten nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell, passen es aber individuell an jedes Kind an:
1. Ankommen mit Eltern: Die Eltern sind der sichere Hafen. Wir beobachten genau, wie das Kind reagiert und sich öffnet.
2. Trennungsphase: Kleine Schritte, kurze Trennungen – wir achten auf das Tempo des Kindes.
3. Stabilisierungsphase: Das Kind erlebt den Alltag ohne Eltern, fühlt sich sicher, nimmt teil und vertraut auf die verlässliche Rückkehr der Eltern.
Ziel ist, dass Kinder nicht nur eingewöhnt sind, sondern wirklich ankommen, sich wohlfühlen und Vertrauen entwickeln. Eltern werden aktiv in diesen Prozess einbezogen, denn sie kennen ihr Kind am besten und sind unsere wichtigsten Partner.
Sicherheit, Mitbestimmung und Respekt
Kinder haben Rechte – von Geburt an. Wir leben diese Rechte bewusst und täglich, weil wir überzeugt sind: nur wer sich sicher fühlt und ernstgenommen wird, kann sich entfalten.
Unsere Kinder erleben:
Unser Schutzkonzept garantiert:
So entsteht ein Raum, in dem Kinder sicher, geborgen und gestärkt aufwachsen können.
Gemeinsam für das Wohl der Kinder
Wir arbeiten eng mit Frühförderstellen, Therapeuten, Fachberatung, Jugendamt und dem AWO-Kindertagespflegebüro zusammen.
So stellen wir sicher, dass Kinder professionell, individuell und umfassend begleitet werden. Den Übergang in den Kindergarten gestalten wir sanft und koordiniert, damit Kinder Stabilität erleben.
Unsere Netzwerkarbeit bedeutet auch: Eltern fühlen sich nicht allein, sondern als Teil eines starken Unterstützungssystems.
Lernen hört nie auf
Wir reflektieren unsere Arbeit kontinuierlich, bilden uns fort und beziehen Elternfeedback aktiv ein. Unser Anspruch ist kontinuierliche Verbesserung, nicht Perfektion.
Fortbildungen, Reflexionsgruppen und regelmäßige Anpassung unserer Konzeption stellen sicher, dass wir immer auf dem neuesten Stand der pädagogischen Arbeit bleiben und jedem Kind gerecht werden.
Für uns bedeutet Qualität:
mit Herz arbeiten
Kinder sehen und ernstnehmen
stetig lernen und besser werden